Schweizer Bevölkerung will sicher reisen

    Marvin Kahlenberg
    Marvin Kahlenberg

    Eine Studie im Auftrag des Touring Club Schweiz zeigt, dass das Thema Sicherheit bei Auslandsreisen für Schweizer wieder vermehrt im Fokus steht.

    Frau, Reisen, Koffer
    Die Frage nach der Sicherheit von Reisezielen spielt laut der Umfrage eine grosse Rolle für Schweizer. - Depositphotos

    In einer Medienmitteilung informiert der Touring Club Schweiz (TCS) über die Ergebnisse des TCS-Reisebarometers. Dieses untersucht das Reiseverhalten der Schweizer Bevölkerung.

    So verreist die Schweiz

    Die Reiselust hierzulande ist weiterhin gross und nähert sich den Werten vor der Corona-Pandemie. So haben mehr als 80 Prozent im vergangenen Jahr eine Reise mit drei oder mehr Übernachtungen ausser Haus vorgenommen.

    Der Grossteil der Reisen führte ins Ausland. Das zeigen die Ergebnisse des Reisebarometers, den der TCS dieses Jahr zum achten Mal durch das Forschungsinstitut gfs.bern durchführen liess.

    Valencia, Küste, Meer
    Spanische Reiseziele, wie die Küste bei Valencia, sind im Trend. - Depositphotos

    An der repräsentativen Umfrage im Februar und März 2024 nahmen 1002 Erwachsene aus der Schweiz teil. Zudem beteiligten sich 936 TCS-Mitglieder an einer Online-Umfrage. Bei den Reisedestinationen standen insbesondere die Nachbarländer im Fokus, aber auch die iberische Halbinsel mit Spanien und Portugal sowie Resteuropa sind beliebt.

    Terrorgefährdung ist relevant bei der Reiseplanung

    Die Befragung zeigt, dass die Menschen beim Reisen ein hohes Bedürfnis nach Sicherheit haben. Grundsätzlich beurteilen über 80 Prozent der Befragten Reisen ins Ausland als sicher – der höchste Wert, seit der Reisebarometer vor acht Jahren zum ersten Mal erhoben wurde.

    Nichtsdestotrotz gab eine knappe Mehrheit von 51 Prozent an, dass Reisen in den letzten zwölf Monaten insgesamt unsicherer geworden ist. Dies, nachdem im Jahr 2023 noch ein gestiegenes Sicherheitsgefühl erhoben wurde.

    Sicherheitsbezogene Faktoren wie Kriege, Demonstrationen, Ansehen eines Landes und Streiks werden beim Reisen als relevant erachtet. Die Terrorgefährdung, die bereits seit acht Jahren abgefragt wird, hat ebenfalls an Relevanz bei der Reiseplanung gewonnen und ist jetzt so hoch eingestuft wie noch nie.

    Auto ist Fortbewegungsmittel Nummer eins und Flugreisen sind beliebt

    Bei der Wahl des Fortbewegungsmittels steht bei den Reisenden das Auto nach wie vor an erster Stelle. Neben dem Zug legten auch das Mietauto und der Bus zu.

    Flugzeug, Startbahn
    Reisen mit dem Flugzeug ist genauso beliebt wie mit dem Zug. - Depositphotos

    Das zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung bei Reisen Wert legt auf eine gut ausgebaute Strasseninfrastruktur. Zweitwichtigstes Verkehrsmittel, zusammen mit dem Zug, ist das Flugzeug, das gegenüber dem Vorjahr gleich oft genannt wurde.

    Der Anteil jener Personen, die im vergangenen Jahr nie geflogen sind, ist mit 36 Prozent tiefer als im Vorjahr (46 Prozent). Er ist jedoch höher als im Jahr 2019 (30 Prozent), als noch keine pandemiebedingten Einschränkungen herrschten.

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