Für Globetrotter: Alles Wissenswerte über das Geldwechseln
Früher war es einfach: Bargeld in der Wechselstube am Flughafen wechseln und los geht's. Heute gibt es deutlich mehr Optionen.

Es ist ein Thema, das bei der Reiseplanung oft vergessen wird: In Zeiten von Kreditkarten und Online-Banking scheint der Umgang mit Fremdwährungen nicht weiter kompliziert zu sein.
Allerdings zahlen Touristen aufgrund von schlechten Wechselkursen oder Bankgebühren häufig deutlich mehr als nötig, wenn Schweizer Franken in andere Währungen getauscht werden sollen.
Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick über das Geldwechseln auf Reisen rund um den Globus.
Von wegen, nur Bares ist Wahres
Auf den ersten Blick scheint es sinnvoll, bereits vor Abreise das Reisebudget in Fremdwährung anzuhäufen. Schliesslich sind Sie damit sofort startklar und kommen nicht in die Bredouille, wenn Sie das Taxi zum Hotel bar bezahlen müssen.
Trotz allem raten wir davon ab, schon zu Hause eine grosse Menge Geld in ausländische Banknoten umzutauschen. Ein kleiner Betrag für den Anfang kann allerdings beruhigend wirken und beim ersten Kontakt im neuen Land Sicherheit geben.

Wollen Sie Bargeld in Wechselstuben tauschen, ist Vorsicht angesagt, denn die angebotenen Kurse sind oft alles andere als günstig. Diese Geschäfte leben von der Differenz zwischen dem offiziellen Bankkurs und dem Wechselkurs; es gibt aber Anbieter, die fair sind.
Digital zahlt sich aus
Nutzen Sie Debitkarten an Automaten. Fast überall auf der Welt erhält man so einen besseren Kurs als bei jeder anderen Methode.
Zahlreiche Bankinstitute bieten mittlerweile spezielle Kontomodelle ohne Auslandsgebühren oder sogar mit Erstattung lokaler Entgelte an. Besonders empfehlenswert sind Karten grosser internationaler Netzwerke wie HSBC oder Citibank – natürlich gilt es hier, Angebote zu vergleichen.

Auch moderne Online-Banken bieten mittlerweile attraktive Banking-Angebote für Auslandsreisen. Es gibt sogar spezielle Kontenmodelle für digitale Nomaden.
Achten Sie auf die Konditionen Ihrer Kreditkarte
Eine berüchtigte Falle stellen die Fremdwährungsgebühren bei Kreditkartenzahlungen dar. Gerade Menschen, die im Alltag gerne Kreditkarten nutzen, übersehen häufig, dass im Ausland mitunter hohe Kosten anfallen.
Klären Sie die Konditionen daher unbedingt vor Reiseantritt mit Ihrem Kartenanbieter ab. So vermeiden Sie böse Überraschungen, wenn Sie am Monatsende die Kontoabrechnung überprüfen.
Zum Glück gibt es auch hier wie bei der Debitkarte zeitgemässe Optionen, die sich für Globetrotter lohnen.
Wichtiges Detail: Der ATM-Hack
Geldautomat ist nicht gleich Geldautomat. Meiden Sie im Ausland freistehende Geräte und bevorzugen Sie Automaten direkt in Bankfilialen, um dem Risiko eines manipulierten Automats aus dem Weg zu gehen.

Besondere Vorsicht ist geboten bei der Frage nach der Währungsumrechnung am ATM selbst. Wählen Sie hier immer die Option ohne Umrechnung («Continue Without Conversion»), um zusätzliche Kosten zu vermeiden.
Die Unterschiede in der Abrechnung liegen schnell bei 50 Schweizer Franken und mehr, wenn Sie einen mittleren dreistelligen Betrag abheben.
Ausnahmen bestätigen die Regel
Zu guter Letzt hängt die Wechselstrategie immer auch von den Eigenheiten Ihres Ziellandes ab. In Argentinien beispielsweise weicht der offizielle Wechselkurs stark vom tatsächlichen Strassenpreis ab.
Der Bargeldtausch ist daher oft lukrativer als der Gang zum Automaten. Vorsicht gilt auch bei stark schwankenden Kursen und hoher Inflation.
Wechseln Sie in solchen Fällen immer nur Geld für einen kurzen Zeitraum. Mit einer App auf dem Smartphone, die Sie über die täglichen offiziellen Kurse informiert, können Sie zudem leicht erkennen, ob ein Angebot fair ist oder ob man Sie betrügen möchte.